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Accademia Dantesca Jahnishausen e.V. 

Vereinsgeschichte

Kurze Geschichte von Schloss Jahnishausen

Schritte zur Wiederherstellung des Schlosses

 

Schloss Jahnishausen und Dante

Was hat Dante mit Schloss Jahnishausen und mit dem Verein Accademia Dantesca Jahnishausen e.V. zu tun?

Der Bezug ergiebt sich durch den prominentesten Besitzer des Schlosses, König Johann von Sachsen. Die Auseinandersetzung mit der mittelalterlichen Dichtung Dante Alighieris, der göttlichen Komödie, hat Johann von Sachsen sein ganzes Leben lang begleitet und herausgefordert, seit er sie als junger Mann zufällig auf einer Italienreise kennenlernte.

Es ist davon auszugehen, dass ihn nicht nur die Schönheit dieser visionären Dichtung begeisterte, sondern auch ihre theologische und moralische Bedeutsamkeit. Da sich deren Verständnis beim Lesen nicht unmittelbar erschließt, war ihm eine deutsche Übersetzung mit möglichst hoher Texttreue ein besonderes Anliegen. Deshalb wurde in der unter dem Pseudonym Philalethes (Freund der Wahrheit) veröffentlichten Ausgabe auf die Reimform in Terzinen verzichtet, und es entstand ein ausführlicher Anmerkungsteil. Aufgrund dieser Qualitätsmerkmale gilt diese Übersetzung in Fachkreisen hinsichtlich ihrer Verständlichkeit bis heute als empfehlenswert.

Die Übersetzung erfolgte zwischen 1825 und 1849 in der Dresdener Sekundogenitur, Schloss Pillnitz, Schloss Jahnishausen und Schloss Weesenstein.

In einem von Prinz Johann einberufenen Gesprächskreis bedeutender Literaten und Künstler, Accademia Dantesca genannt, wurden die aktuellen Ergebnisse und Fragestellungen der Übersetzung sowie der kritischen und historischen Erläuterungen auf einen dialogischen „Prüfstand“ gestellt. Die Offenheit dieser „Gespräche auf Augenhöhe“ - jenseits von Standesunterschieden - ist für ihre Zeit als außergewöhnlich zu bewerten. Teilnehmer waren beispielsweise Carl Gustav Carus, Ludwig Tieck und Wolf Heinrich v. Baudissin.

Carl Gustav Carus war als Leibarzt der königlichen Familie des Öfteren in Jahnishausen anzutreffen - und wird auch ein gern gesehener Gesprächspartner zu Dante-Themen gewesen sein. Der Kunsthistoriker Carl Friedrich von Rumohr, der an einigen Sitzungen der Accademia Dantesca teilgenommen hatte und mit dem Prinz Johann zu Dante-Themen im Briefwechsel stand, war 1832 mit Wolf Heinrich v. Baudissin zu einem Besuch in Jahnishausen.

Bei Gründung unseres Kulturvereins schien es naheliegend, uns namentlich auf die Gesprächskultur der historischen Accademia Dantesca zu beziehen.

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