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Via Regia / Hohe Straße ausblenden              Vergrössern

Die erste von Adam Friedrich Zürner veröffentlichte Landkarte von 1711 zeigt das Amt Großenhain mit den bedeutensten Straßen, darunter den Verlauf der "privilegirten Hohen Heer- und Landstraße auß der Schlesien nach Leipzig" von Königsbrück über Großenhain nach Oschatz. Zwischen Oschatz und Seerhausen ist sie als Leipziger Straße bezeichnet. Dass sie mit drei Linien eingezeichnet ist, weist nicht nur auf ihre Bedeutung hin, sondern auch darauf, dass sie durchgängig zweispurig angelegt war, damit sich jederzeit die Frachtwagen ausweichen konnten. Grossbuchstaben neben der Straße geben Auskunft über Besonderheiten von Streckenabschnitten: M = morastig,  S = sandig, B =bergigt (in Pfeilrichtung ansteigend), H = hohler Weg.

Bei Strehla ist ebenfalls eine Leipziger Strasse eingetragen. Ihr Verlauf über Zeitain und Wildenhain nach Großenhain bezeichnet eine ältere und bis ins 15. Jahrhundert bedeutendere Route der Via Regia.

Das X in einem Ouadrat zeigt bei Riesa ein Nebengeleit  an. Dieses bezieht sich auf eine Nebenstrecke der Hohen Straße, die von Oschatz über Ganzig, Weida und Riesa führend bei Gohlis /Moritz die Elbe in Richtung Großenhain überquerte.

Literatur:    Klaus Karl    "Bestehen und Vergehen der Hohen Straße im Oschatzer Land"  In:  Neues Archiv für sächsische Geschichte   80. Band, Verlag PH. C. W. Schmidt  - Neustadt an der Aisch, 2009

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