Probenarbeit in der Historischen Schlosskirche Jahnishausen

Schon im Sommer 2019 war klar, dass ein Frauentheaterprojekt, in dem auch Mitglieder der Accademia Dantesca Jahnishausen e.V. mitspielten, unter dem Titel „Mut und Würde“ als autobiografisches Stück auf die Bühne sollte. Zusammen mit dem Respect e.V. aus Brandenburg hat die ADJ die Trägerschaft dafür übernommen und Anträge zur finanziellen Unterstützung des Projektes gestellt.

Wir danken hiermit der Meißner Sparkassenstiftung und der Stadt Riesa für ihre Unterstützungsbereitschaft.

Über das Stück:

Ein autobiografische Theaterstück des ENSEMBLE DES AUGENBLICKS unter der Leitung von Julia Strehler (Bad Belzig) und Ulrike Lykke Langer (Leipzig) , das mit 20 Frauen aus drei Generationen eine ganz besondere Geschichte präsentiert.

Julia Strehler schreibt: „Das Oberthema ist „Die Bedeutung von Mut und Würde im Spiegel des eigenen Lebens und im Wandel der Zeiten“. Dabei entsteht das Stück aus den ganz eigenen Erfahrungen, die jede Frau im Laufe ihres Lebens gemacht hat.“

„Die Freundinnen Helma und Margit werden durch die Teilung Deutschlands nach Ende des 2. Weltkriegs getrennt. In Ost und West erleben sie die Nachkriegszeit, brechen aus alten Rollenbildern aus, sind aber auch geprägt von kriegstraumatischen Erlebnissen, der kirchlichen und gesellschaftlichen Moral und den ständigen Veränderungen des Zeitgeists der Jahrzehnte. Ein intensiver und kraftvoller Dialog zwischen Großmüttern, Müttern und Enkelinnen entspringt, ein Ringen der Generationen um Vergangenheit, Erbe und Zukunft.“

Das Stück hat sich über ein Jahr gemeinsamer Probenarbeit immer weiter fort- entwickelt und verändert. Selbst der Titel wurde ein anderer: nun heißt das Stück „Bevor wir gehen“.

Es war geplant, dass die Premiere am 6. August in Jahnishausen in der Schlosskirche stattfindet, aber auch da hat Corona mitgemischt: weil Abstandsregeln einzuhalten waren, konnte nur ein Drittel der Schauspielerinnen auf die Bühne. Es entstand die Idee, die anderen in einer Filmprojektion mit den spielenden Akteurinnen in die Handlung zu verweben. Eine wunderbare Idee, die das Stück letztlich sehr bereichert hat, aber auch Vieles umgeworfen hat. Es mußten Szenen und Bildsequenzen für den Film neu erdacht und umgesetzt werden.

Deshalb hat sich die Premiere nach hinten verschoben, und weil die technischen Erfordernisse es nicht zuließen, in das Volkstheater in Niemegk verlegt. Dort hat es vom 2.- 4. Oktober 3 ausverkaufte Vorstellungen gegeben mit sehr positiver Resonanz. Mitte November sollten weitere Aufführungen in Leipzig im Ostpassagetheater folgen, aber diese fielen bereits dem nächsten Lockdown zum Opfer.

Wir bedauern sehr, dass dieses ambitionierte Stück im Moment nur als Video zu sehen ist und hoffen sehr, es im nächsten Jahr wieder aufführen zu können.

Mehr Info       Fotos (c) Ulrich Soeder